Was ist der normale Blutdruck für jedes Alter? – Ein umfassender Überblick
Der Blutdruck ist einer der wichtigsten Gesundheitswerte des menschlichen Körpers. Er zeigt an, mit welchem Druck das Blut durch die Arterien fließt und versorgt Organe und Gewebe mit Sauerstoff und Nährstoffen. Ein dauerhaft zu hoher oder zu niedriger Blutdruck kann ernsthafte gesundheitliche Folgen haben. Doch was gilt eigentlich als normaler Blutdruck – und wie verändert er sich mit dem Alter?
Was bedeutet Blutdruck überhaupt?
Der Blutdruck wird in zwei Werten angegeben:
Systolischer Wert (oberer Wert):
Er misst den Druck, wenn sich das Herz zusammenzieht und Blut in die Arterien pumpt.
Diastolischer Wert (unterer Wert):
Er misst den Druck, wenn sich das Herz entspannt und wieder mit Blut füllt.
Beispiel: 120/80 mmHg („120 zu 80“)
Die Einheit mmHg bedeutet Millimeter Quecksilbersäule.
Warum ist der Blutdruck so wichtig?
Ein gesunder Blutdruck:
schützt Herz, Gehirn und Nieren
reduziert das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall
sorgt für eine gute Durchblutung aller Organe
Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck (Hypertonie) bleibt oft lange unbemerkt, kann aber auf Dauer schwere Schäden verursachen. Deshalb wird er auch als „stiller Killer“ bezeichnet.
Normaler Blutdruck nach Alter – Übersicht
Der Blutdruck ist nicht in jedem Lebensalter gleich. Mit zunehmendem Alter steigt er oft leicht an, da die Blutgefäße an Elastizität verlieren.
Kinder
Säuglinge: ca. 80/45 mmHg
Kleinkinder: ca. 95/60 mmHg
Schulkinder: ca. 100–110/60–70 mmHg
👉 Bei Kindern hängen Normalwerte stark von Größe, Gewicht und Geschlecht ab.
Jugendliche (13–18 Jahre)
Normal: etwa 110–120/70–80 mmHg
Ab der Pubertät nähern sich die Werte denen von Erwachsenen an.
Erwachsene (18–40 Jahre)
Optimal: 120/80 mmHg
Normal: bis 129/84 mmHg
Werte in diesem Bereich gelten als ideal für die langfristige Herz-Kreislauf-Gesundheit.
Mittleres Alter (40–60 Jahre)
Normal: bis etwa 130/85 mmHg
Leicht erhöhte Werte sind in diesem Alter nicht ungewöhnlich, sollten aber regelmäßig kontrolliert werden.
Senioren (über 60 Jahre)
Akzeptabler Bereich: 130–140/80–90 mmHg
Bei älteren Menschen ist ein etwas höherer Blutdruck oft besser verträglich als ein zu niedriger, da sonst Schwindel und Sturzgefahr auftreten können.
Wann spricht man von Bluthochdruck?
Nach gängigen medizinischen Leitlinien gilt:
Optimal: unter 120/80 mmHg
Normal: 120–129 / 80–84 mmHg
Hochnormal: 130–139 / 85–89 mmHg
Bluthochdruck (Hypertonie): ab 140/90 mmHg
Je höher der Blutdruck, desto größer das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Zu niedriger Blutdruck – auch ein Problem?
Ein Blutdruck unter 100/60 mmHg gilt als niedrig.
Typische Symptome können sein:
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